Über uns

Seit einigen Jahren beschäftigt sich eine Gruppe Gleichgesinnter mit der Frage: Wie wohnen Senioren in einer zunehmend alternden Gesellschaft? Barrierefreie Wohnräume allein können nicht die Lösung sein. Isolation und Vereinsamung lassen sich dadurch nicht vermeiden. Wollen wir keine „goldenen Käfige“ für Senioren, benötigen wir ein grundlegendes Umdenken in der Vorstellung von Wohnen.

Machen wir uns bewusst: die Lebenserwartung steigt. Machen wir uns auch bewusst: altersbedingte Beeinträchtigungen schwächen Körper, Geist und Sinne. Das Thema „Wohnen in nachberuflicher Lebensphase“ gewinnt an Bedeutung. Brisant wird das Thema obendrein, wenn man den Stellenwert berücksichtigt, den Wohnen im Privathaushalt einnimmt. Aus finanziellen Gründen wird die Nachfrage an geeigneten Wohnalternativen in der Bevölkerung steigen.

Das Altenwohnheim gehört laut Umfragen in der Altersgruppe 55+ zu der am seltensten vorstellbaren Alternative. Selbstbestimmung, Individualität und Aktivsein benötigen Freiräume, die bisherige Wohnformen kaum bieten. Wir, die Leute aus der Gruppe der Gleichgesinnten, gründeten 2010 in Weimar den Verein „Durchdacht-Wohnen“. In sieben Fragen haben wir festgehalten, was Senioren in puncto Wohnen beschäftigt.