Konzept Patchwork-Heim

Wie eine Patchwork-Familie bunt zusammengewürfelt ist, so wohnen 10 bis 20 Senioren bunt gemischt in eigenen barrierefreien Wohnungen unter einem Dach. Eine Gemeinschaftsetage bietet den Hausbewohnern die Chance zur Begegnung und – das ist neu – die Möglichkeit gemeinsam ehrenamtlich tätig zu sein.

Initiativen wie Großelternagenturen oder die Hospiz-, Besuchs- und Entlastungsdienste der Hilfsorganisationen machen es vor. Sie schließen mit ihren Angeboten viele Lücken im sozialen Netz. Eine Kooperation mit ihnen kann die fachliche Begleitung der sozialaktiven Bewohner und die Finanzierung der Gemeinschaftsetage absichern. So könnte tagsüber Betreuung für junge und alte Menschen in den Gemeinschafträumen stattfinden und sich in den Abendstunden und an Wochenenden hausinternes Gemeinschaftsleben entwickeln.

Eine gemeinsame Aufgabe verbindet. In diesem Fall verbindet die Hausgemeinschaft die stundenweise Betreuung von bedürftigen alten und/oder jungen Menschen unter fachlicher Begleitung und Koordination einer Hilfsorganisation.

Konkret geplantes Patchwork-Heim in Erfurt, Jena oder Weimar

Unter einem Dach leben alte und junge Menschen zusammen. Das Haus befindet sich in Jena, Erfurt oder Weimar, weil sowohl Jugendliche als auch Senioren Infrastruktur benötigen und diese in den genannten Städten mit kurzen Wegen erreichbar ist. In unserem Projekt finden Kinder eine neue Heimat, die durch Jugendämter aus ihren Herkunftsfamilien herausgeholt worden sind.

Kinder- und Jugendgruppe

Es ist also eine stationäre Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe angedacht. Eine eigene Wohnung steht dem Traumapädagogen zur Verfügung. Der Pädagoge wohnt mit den zu betreuenden Kindern und Jugendlichen unter einem Dach, jedoch nicht so nah wie in einer Pflegefamilie. Der Vorteil ist die tägliche Präsenz des Pädagogen unter gleichzeitiger Erholungs- und Rückzugsmöglichkeit. Rotierende Dienste, wie in stationären Jugendhilfeeinrichtungen üblich, können durch regelmäßige Dienstzeiten ersetzt werden.

Wohnen mit Senioren

Diese Kontinuität schafft intensivere Beziehungen zwischen Kindern und Pädagogen und mehr Arbeitsqualität für die Beschäftigten. 10 Senioren, die in eigenen barrierefreien Wohnräumen ihre neue Heimat finden, sind wie Großeltern in einer Familie den Kindern, Jugendlichen und dem Fachpersonal helfende Unterstützung. In den Gemeinschaftsräumen trifft man sich zum Spielen, Feiern und kreativen Beschäftigen.

Gemeinschaftsräume